Ein Anwalt oder Mediation?

Eine Abgrenzung

Als Mediatorin ist meine oberste Priorität die Neutralität. Das bedeutet, dass ich für alle Mediationsteilnehmer gleichermaßen da bin. Dies unterscheidet mich grundlegend von einem Anwalt. Dieser darf berufsrechtlich nämlich nur einen von beiden vertreten. Das macht ihn gezwungenermaßen parteiisch. 

 

Berät der Anwalt nun im Gespräch beide Eheleute, berät er also auch die Gegenseite seines eigenen Mandanten. Hierbei darf er aber die Interessen seines eigenen Mandanten niemals aus den Augen verlieren. Da er von Gesetzes wegen als Rechtsanwalt von nur einer Partei beauftragt werden kann, darf er von Berufs wegen eben gerade nicht neutral sein - anders als der Mediator, der als neutraler Dritter eingeschaltet wird.

 

Darüber hinaus ist ein Rechtsanwalt kein (Schieds-)Richter und kann daher nicht rechtsverbindlich entscheiden, welche Ansprüche sein Mandant oder eine andere Person tatsächlich hat. Daher kann er in einem gemeinsamen anwaltlichen Beratungsgepräch auch nicht verbindlich sagen, wie die Rechtslage ist oder ein Gericht entscheiden würde. Gerade bei Scheidungen sind fast alle zu klärenden Punkte Einzelfallentscheidungen und damit nicht vorhersagbar.

 

Hinzu kommen die Probleme, die nach einer solchen Beratung entstehen, sollte das Verfahren doch noch streitig werden.

 

Bei der Mediation ist der Mediator neutral, berät nicht und die Parteien behalten die Entscheidung über eine faire Regelung selbst in der Hand. Sie vermeiden damit die Unvorhersagbarkeit einer gerichtlichen Entscheidung.

 

Ein anwaltlicher Mediator wacht allerdings darüber, dass die Vereinbarung am Ende der Mediation rechtswirksam ist.

 

 

Gerne beanworte ich alle Ihre Fragen zur Mediation auch persönlich.     

Tel: 0151 - 55 23 78 36